Fallbeispiel: Biologisches Forschungslabor

In einem biologischen Forschungslabor sollen Bioproben von Proband*innen analysiert werden. Die Teilnehmenden erfahren auf Wunsch im Anschluss ihre persönlichen Ergebnisse, andererseits dürfen die Resultate pseudonymisiert auch zu Forschungszwecken ausgewertet werden.

Anforderungen: Workflow und Datenschutz

In diesem Szenario sind unterschiedlichste Zugriffsmöglichkeiten auf die zu verwaltenden Daten zu berücksichtigen, um den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden und zeitgleich die Nutzbarkeit der Daten beizubehalten:

  • Nur berechtigte Stellen dürfen die Herkunft der Proben kennen.
  • Nur die Labormitarbeitenden sollen Analyseergebnisse einpflegen oder verändern können.
  • Wenn Fehler in den Daten korrigiert werden müssen, muss der Korrekturvorgang dauerhaft nachvollziehbar bleiben.
  • Die Labormitarbeitenden müssen wissen, welche Analysen für welche Proben durchgeführt werden sollen.
  • Für Forschungszwecke dürfen nur die freigegebenen Daten sichtbar sein.

Umsetzung mit LinkAhead

Auf Datenebene werden in LinkAhead die Zugriffsberechtigungen rollenbasiert so angepasst, dass die Datenschutz- und Compliance-Vorgaben automatisch erfüllt werden.

Mit Hilfe von LinkAhead wird eine angepasste Bedienoberfläche geschaffen, in dem nur die jeweils relevanten Daten angezeigt werden und bearbeitet werden können. Für wiederkehrende händische Eingaben werden Eingabemasken Eingabemasken erzeugt, so dass Fehleingaben weitgehend vermieden werden können. Soweit vorhanden, wird für automatisierte Datenintegration allerdings auf verfügbares maschinenlesbares Material zurück gegriffen, z.B. auf von Laborgeräten generierte Dateien oder über Schnittstellen auf die Geräte selbst.

Wenn in LinkAhead Daten geändert werden, wird diese Änderung mit abgespeichert, die ursprünglichen Inhalte bleiben in der Versionsgeschichte weiterhin erreichbar. So sind Korrekturen von Haus aus nachvollziehbar dokumentiert.

Da die Arbeitsabläufe typischerweise gleich sind, wird im angepassten Frontend ein Workflow-Management angelegt, bei dem die Nutzer*innen sehen, welche Aufgabe für welche Proben noch zu erledigen sind und in dem die Abarbeitung dokumentiert wird. Gleichzeitig ist für die Laborleitung ersichtlich, in welchem Zustand welche Proben gerade sind und wo noch offene Aufgaben anstehen.

Die Mitarbeitenden in der Forschungsabteilung haben wahlweise über die grafische Oberfläche oder über Programmierschnittstellen (APIs) Zugang zu den Daten, können aber auch bei direktem Zugriff auf LinkAhead nur entsprechend ihren Rollenberechtigungen die Daten lesen oder schreiben.