Texte für Ausschreibungen
Sie planen den Einsatz von LinkAhead oder eines vergleichbaren Systems und erstellen dafür ein Leistungsverzeichnis? Oder Sie suchen nach einem kompetenten Dienstleister für Erweiterungen, Wartung oder andere Services für ein LinkAhead-System und wollen Ihre Vergabe rechtssicher und komfortabel durchführen?
Auf dieser Seite finden Sie Textbausteine und Merkmalsbeschreibungen, die Sie als Grundlage für öffentliche Ausschreibungen, interne Beschaffungen oder Leistungsbeschreibungen verwenden können — schnell und unkompliziert.

Für wen sind diese Ausschreibungshilfen gedacht?
Diese Seite enthält Ausschreibungshilfen für Vergabestellen und Wissenschaftler:innen, die für ihre Arbeit LinkAhead und damit zusammenhängende Dienstleistung kommerziell beschaffen wollen.
Ausschreibungstexte für Forschungsdaten- und Wissensmanagement
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Softwareanforderungen für LinkAhead
Anforderungen und Merkmalsbeschreibungen für die Beschaffung eines semantischen Forschungsdatenmanagementsystems auf Basis von LinkAhead oder einer vergleichbaren Lösung.
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Dienstleistungen für LinkAhead
Leistungsbeschreibungen für die Einführung, Konfiguration, Erweiterung, Wartung, den Betrieb und den Support von LinkAhead oder eines vergleichbaren Forschungsdatenmanagementsystems.
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Leistungsgegenstand
Aufbau und Betrieb eines semantischen Forschungsdatenmanagementsystems (RDMS), das die nachfolgenden Anforderungen erfüllt und auf einem selbst‑hostbaren Linux‑Server betrieben wird.
Leistungsverzeichnis
Allgemeines
- Lizenz: Das Forschungsdatenmanagementsystem (RDMS) und die hier beschriebenen Bibliotheken und Frameworks müssen unter freien Open-Source-Lizenzen verfügbar sein. Eine Liste dieser Lizenzen ist auf https://opensource.org/licenses einsehbar.
- Support: (Siehe auch „Dienstleistungen LinkAhead“)
- Kommerzieller Support zu marktüblichen Preisen muss angeboten werden.
- Ein Support- oder Entwicklungskontingent von 100 Stunden mit Laufzeit von einem Jahr ist im Angebot enthalten.
- Dokumentation: Vollständige Dokumentation für Nutzende, Administration und Entwickler:innen inkl. Kurzzusammenfassungen („Cheat-Sheets“) für:
- Modell-Erstellung/-Modifikation
- Suchabfragen
- Scripting mit Python
- Systemanforderungen:
- Das RDMS stellt innerhalb einer Client-Server-Architektur den Server-Dienst zur Verfügung.
- Der Betrieb ist als Docker-Container auf einem aktuellen Linux-Server (Debian/Ubuntu) möglich.
Datenmodell
- Die Daten müssen innerhalb des RDMS in Form von Einträgen, die sich untereinander referenzieren können, repräsentiert werden (Graph-Struktur).
- Das RDMS erlaubt das Anlegen eines Datenschemas, welches festlegt, welche Datenklassen oder -typen von dem RDMS verwaltet werden. Das Datenschema muss von Nutzenden ohne großen Aufwand angepasst und erweitert werden können. Hierdurch können die Daten entsprechend existierender Ontologien des Fachbereichs repräsentiert werden.
- Das Datenschema erlaubt Spezialisierungen/Vererbung von Datentypen. Beispiel: Der Datentyp „Laserexperiment“ könnte eine Spezialisierung des Datentyps „Experiment“ im Datenschema sein.
- Nicht alle Rohdaten müssen durchsuchbar in das RDMS integriert werden. Rohdaten können auch in Form von referenzierten Dateien im RDMS verwaltet werden.
- Die Verwaltung beliebiger Dateien muss möglich sein (keine Einschränkung auf bestimmte Dateitypen).
- Das RDMS erlaubt es, Einträgen Eigenschaften zuzuweisen.
- Diese Eigenschaften müssen sich aus einem Namen („key“), einem Wert („value“) und einer Einheit („unit“) zusammensetzen können.
- Die Datentypen der Werte können sowohl primitive Datentypen als auch Referenzen auf andere Einträge sein oder Listen von primitiven Datentypen oder Referenzen. Als primitive Datentypen sind Integer, Floating Point, Boolean, Text und Datetime zu unterstützen.
- Das Datenschema ist per YAML-Dateien erweiterbar.
Einbindung von Dateisystemen
- Dateisysteme auf dem Host-System müssen in das RDMS eingebunden werden können.
- Dateien auf diesen Dateisystemen können über das RDMS abgerufen werden.
- Das RDMS kann beim Einpflegen von Dateien Checksummen errechnen und speichern.
- Das RDMS kann die Checksummen und den Pfad der verwalteten Dateien regelmäßig überprüfen.
Suche
- Das RDMS bietet eine leistungsfähige Suchfunktion, die nach Klassen, Dateinamen, Schlüssel-Wert-Kombinationen und komplexen Bedingungen (inkl. Referenz- und Metadaten-Filter) suchen kann.
- Die Suche ermöglicht auch die Ergebnisfilterung nach Eigenschaften von referenzierten Einträgen (Beispiel: „Suche Laserexperimente, die ein Projekt referenzieren, das die Eigenschaft Grant=EU-Horizon hat“).
- Automatisch erzeugte Metadaten (Erstellungs- und Änderungs-Zeitpunkt sowie verantwortliche Nutzer:innen) können in der Suche verwendet werden.
- Suchergebnisse können auf ausgewählte Attribute reduziert werden (ähnlich dem SQL-„SELECT a, b“). Diese reduzierten Suchergebnisse können in tabellarischer Form (CSV-Datei) heruntergeladen werden.
Versionierung
- Jede Änderung an einem Eintrag erzeugt automatisch eine neue Version, während die alte Version erhalten bleibt.
- Versionen sind eindeutig gekennzeichnet und können gezielt referenziert werden.
- Frühere Versionen können jederzeit abgerufen und bei Bedarf wiederhergestellt werden.
Rechte- und Identitätsverwaltung
- Das RDMS verfügt über eine rollenbasierte Rechteverwaltung: Nutzer:innen sind Rollen zugewiesen, Rollen definieren jeweils spezifische Rechte.
- Rechte können auf Eintragsebene definiert werden.
- Die Rechteverwaltung umfasst mindestens:
- das Lesen, Verändern und Löschen von Einträgen.
- das Abrufen und Ändern von Rechte‑Informationen.
- die Änderung der Vererbung von Einträgen.
- Das RDMS unterstützt föderiertes Identitätsmanagement über Keycloak oder kompatible föderierte Identitätsdienste und erlaubt optionalen anonymen Zugriff auf als öffentlich markierte Daten.
API
- Das System stellt eine Netzwerk‑API bereit, über die Daten abgerufen, erstellt, geändert und gelöscht werden können.
- Die API ermöglicht das Ausführen von Suchabfragen und die Verwaltung von Nutzenden‑ und Rollen‑Rechten.
Grafisches Nutzerinterface (GUI)
- Das RDMS muss über ein webbasiertes grafisches Nutzerinterface (GUI) verfügen.
- Das GUI erlaubt das Anzeigen, Anlegen und Bearbeiten von Einträgen, das Durchführen von Suchen, das Verwalten von Nutzer:innen/Rollen und Änderungen des Datenschemas.
- Das Interface ist erweiterbar, so dass häufig genutzte Suchen und automatisierte Datenverarbeitungs‑Workflows integriert werden können.
- Das GUI bietet mindestens eine englische Sprachversion und lässt individuelle Gestaltungselemente (Logos, Farben) zu.
Client‑Bibliotheken
- Für die API gibt es veröffentlichte Python‑Client‑Bibliotheken, die die folgenden Funktionalitäten bereitstellen:
- das Abrufen von Daten und Dateien.
- das Senden von Suchanfragen.
- das Ändern und Löschen von Einträgen.
- das Verwalten von Rechten und Rollen.
Automatische Datenverarbeitung
- Python-Skripte können im RDMS hinterlegt und über das Webinterface gestartet werden, um Einträge im RDMS zu verarbeiten oder Visualisierungen (z.B. von Zeitreihen) zu erzeugen.
Automatische Datenintegration
- Es gibt ein veröffentlichtes Programmierframework für die automatisierte Erkennung, ob Daten bereits im RDMS vorhanden sind, und für daran gekoppeltes Einfügen oder Aktualisieren von Einträgen.
- Sicherheitsstufen in diesem Framework legen fest, ob nur neue Daten eingefügt oder auch bestehende Daten geändert werden dürfen.
- Nutzende können über Konfigurationsdateien festlegen, wie Informationen (beispielsweise Inhalte von Tabellendateien oder Datei- oder Ordnernamen) in Eigenschaften von RDMS-Einträgen übersetzt werden.
Leistungsgegenstand
Gegenstand der Leistung sind Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Einführung, Konfiguration, Erweiterung, Wartung und dem Betrieb eines semantischen Forschungsdatenmanagementsystems (RDMS).
Die Leistungen umfassen insbesondere die folgenden Bereiche:
- Kundenspezifische Anpassungen und Konfigurationen eines RDMS.
- Softwareerweiterungen, projektspezifische Weiterentwicklungen und Supportleistungen nach Aufwand.
- Softwareerweiterungen, projektspezifische Weiterentwicklungen und Supportleistungen als abrufbares Stundenkontingent mit festgelegtem Umfang.
- Installation, Aktualisierung, Pflege und Serverwartung auf Servern des Auftraggebers.
- Beratung zu Datenschemas, Datenintegration, Schnittstellen und Workflows.
- Schulung und Dokumentation für Nutzende, Administrator:innen und Entwickler:innen.
Leistungsverzeichnis
1. Kundenspezifische Konfiguration und Anpassung
Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber bei der Konfiguration eines RDMS entsprechend den fachlichen, organisatorischen und technischen Anforderungen des Auftraggebers.
Die Leistungen umfassen insbesondere die Anpassung von Datenschemas, Rollen- und Rechtekonzepten, Suchfunktionen, Workflows, Import-/Exportprozessen und grafischen Benutzeroberflächen.
Die Konfiguration muss so dokumentiert werden, dass sie durch den Auftraggeber nachvollzogen, geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden kann.
Änderungen an Konfigurationen sollen möglichst updatefähig und wartbar umgesetzt werden.
2. und 3. Softwareerweiterungen, Weiterentwicklung
Der Auftragnehmer entwickelt projektspezifische Erweiterungen für das RDMS bzw. angrenzende Komponenten.
Die Entwicklung erfolgt unter Beachtung der bestehenden Softwarearchitektur, Dokumentation und Wartbarkeit. Entwickelter Code ist an den Auftraggeber zu übergeben und unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen. Eine Liste der zulässigen Lizenzen ist auf https://opensource.org/licenses einsehbar.
Der Auftragnehmer unterstützt bei Tests, Fehlerbehebung und Abnahme der entwickelten Erweiterungen.
Der Auftragnehmer wird sich dafür einsetzen, dass Weiterentwicklungen und Fehlerkorrekturen in die Standardsoftware (Upstream-Version) des RDMS einfließen.
2. und 3. Support
Der Auftragnehmer bietet Supportleistungen an, dies können insbesondere Fehleranalyse, Fehlerbehebung, Beratung, Konfigurationsunterstützung, Unterstützung bei Updates, Unterstützung bei Datenschemas, Unterstützung bei Schnittstellen sowie Hilfe bei Nutzung und Administration des RDMS umfassen.
4. Installation und Serverwartung
Der Auftragnehmer installiert und konfiguriert das RDMS auf einem vom Auftraggeber bereitgestellten Server oder einer durch den Auftraggeber freigegebenen Serverumgebung.
Die Installation soll auf aktuellen Linux-Systemen, insbesondere Debian oder Ubuntu, möglich sein.
Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber bei der Einrichtung der notwendigen Systemdienste, Container, Konfigurationsdateien, Speicherorte, Zugriffsrechte und Sicherheitsparameter.
Der Auftragnehmer übernimmt nach Vereinbarung Wartungsleistungen. Dazu gehören insbesondere Updates, Fehlerbehebung, Prüfung der Systemverfügbarkeit, Prüfung von Logdateien. Die Wartungsleistungen umfassen ebenfalls Planung, Einrichtung und Überwachung von automatisierten Backups und Unterstützung bei Wiederherstellungsszenarien.
Der Auftragnehmer dokumentiert die Installation und Wartung so, dass der Auftraggeber den Betrieb nachvollziehen und bei Bedarf selbst administrieren kann.
5. Beratung zu Datenschemas und Datenintegration, Schnittstellen und Workflows
Der Auftragnehmer berät den Auftraggeber bei der Konzeption, Erstellung und Weiterentwicklung von Datenschemas für das RDMS.
Die Beratung umfasst insbesondere die Modellierung von Entitäten, Eigenschaften, Referenzen, kontrollierten Vokabularen, Vererbungsstrukturen und projekt- oder fachbereichsspezifischen Ontologien.
Der Auftragnehmer unterstützt bei der Entwicklung automatisierter Datenintegrationsprozesse, beispielsweise zur Übernahme von Informationen aus Dateien, Ordnerstrukturen, Tabellen, Laborbüchern, Repositorien oder anderen Fachsystemen.
Der Auftragnehmer unterstützt bei der Definition von Validierungsregeln, Qualitätskontrollen und Fehlerbehebungsprozessen für die Datenintegration.
Der Auftragnehmer unterstützt bei der Anbindung des RDMS an bestehende Systeme des Auftraggebers oder an externe Forschungsdateninfrastrukturen. Dies kann insbesondere Repositorien, elektronische Laborbücher, institutionelle Identitätsdienste, Dateisysteme, Archivsysteme, Analysewerkzeuge oder Visualisierungskomponenten umfassen.
Der Auftragnehmer dokumentiert Schnittstellen, Authentifizierungsmechanismen, Datenformate, Import-/Exportprozesse und Betriebsanforderungen.
6. Schulung und Dokumentation
Der Auftragnehmer bietet Schulungen für unterschiedliche Zielgruppen an, insbesondere für Endnutzer:innen mit unterschiedlichem technischen Vorwissen, Administrator:innen und Entwickler:innen.
Schulungen können die Nutzung der Benutzeroberfläche, Suche, Datenmodellierung, Rechteverwaltung, Datenintegration, API-Nutzung, Administration und Fehlersuche umfassen.
Der Auftragnehmer stellt geeignete Schulungsunterlagen, Kurzanleitungen oder projektspezifische Dokumentation bereit. Der Auftragnehmer versetzt den Auftraggeber bestmöglich in die Lage, das System eigenständig zu nutzen, zu administrieren und weiterzuentwickeln.
Anforderungen
Die nachfolgenden Anforderungen können beispielsweise durch drei vergleichbare Referenzprojekte nachgewiesen werden. Die Nachweise sollen insbesondere Erfahrung mit semantischen Forschungsdatenmanagementsystemen (RDMS), LinkAhead oder vergleichbaren Systemen, Serverbetrieb, Softwareentwicklung, Datenintegration und Supportleistungen erkennen lassen.
Fachliche und technische Erfahrung
- Der Auftragnehmer muss nachweisbare Erfahrung mit der Einführung, Konfiguration, Erweiterung, Wartung und dem Betrieb von LinkAhead oder vergleichbaren semantischen RDMS besitzen.
- Der Auftragnehmer muss in der Lage sein, LinkAhead oder ein vergleichbares RDMS zu installieren, zu konfigurieren, projektspezifisch anzupassen, zu erweitern und im laufenden Betrieb zu unterstützen.
- Der Auftragnehmer muss nachweisbare Erfahrung mit den Anforderungen wissenschaftlicher Einrichtungen, Forschungsprojekte und öffentlicher Auftraggeber haben.
Datenmodellierung, Integration und Schnittstellen
- Der Auftragnehmer muss Erfahrung mit graphbasierten Datenmodellen, Metadatenmodellierung, Ontologien und kontrollierten Vokabularen besitzen.
- Der Auftragnehmer muss in der Lage sein, projektspezifische Datenmodelle, Entitäten, Eigenschaften, Referenzen, Vererbungsstrukturen und Validierungsregeln gemeinsam mit dem Auftraggeber zu konzipieren und umzusetzen.
- Der Auftragnehmer muss Erfahrung mit automatisierter Datenintegration, Datenverarbeitung und Schnittstellenentwicklung mit dem einzusetzenden RDMS besitzen.
Serverbetrieb, Wartung und Support
- Der Auftragnehmer muss Erfahrung mit dem Betrieb und der Wartung serverbasierter Anwendungen auf Linux-Systemen besitzen.
- Der Auftragnehmer muss Erfahrung mit Container-Technologien, Versionsverwaltung, API-Entwicklung, Python-basierter Entwicklung und automatisierten Betriebs- oder Datenverarbeitungsprozessen besitzen.
Lizenz und Haftungsausschluss
Alle bereitgestellten Merkmale, Textbausteine und Vorlagen können Sie frei, ohne Nennung des Urhebers und ohne weitere Auflagen für öffentliche Ausschreibungen, interne Leistungsverzeichnisse oder jede andere Nutzung verwenden.
Die bereitgestellten Inhalte werden nach bestem Wissen zur Verfügung gestellt. Wir hoffen damit bestmöglich weiterhelfen zu können. Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, dass wir keinerlei Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität oder Eignung für einen konkreten Verwendungszweck übernehmen können.
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